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International Music Education

Innovative Hochschule

Viele Menschen, die in den letzten Jahren Zuflucht in Deutschland gefunden haben, übten in ihren Heimatländern Berufe aus, deren Expertise sie nicht ohne Weiteres im hiesigen Arbeitsmarkt einbringen können. Um Pädagogen und Musikerinnen mit Fluchterfahrung eine Chance zu bieten, sich möglichst schnell im neuen Arbeitsmarkt einzufügen, startete die Hochschule für Musik und Theater gemeinsam mit der Stiftung Kulturpalast Hamburg in Billstedt die Initiative International Music Education. Bei dieser 18monatigen Weiterbildungsmaßnahme wird das in Deutschland ausgebildete Fachpersonal der Kindertagesstätten mit den neu Angekommenen als berufliche Tandems gemeinsam musikalisch weitergebildet.

Teilhabe – Emanzipation – Austausch – Chancen

Aufgrund der großen Nachfrage nach musikalischen Fachkräften im Bereich der Frühförderung und des überregionalen Interesses am IME-Projekt, entschloss sich der Fachbereich EMP ab August 2019 eine neue Weiterbildungsschiene für zugewanderte Musiker_innen und Musikpädagog_innen mit einem ersten professionellen Abschluss in Nicht-EU-Staaten zu öffnen und dies im Rahmen der Weiterbildung Elementare Musikpraxis International (EMI) umzusetzen. Hier werden Teilnehmende bundesweit erreicht, da die Seminare geblockt an Wochenenden und in zwei Intensivwochen in Hamburg stattfinden. Die in ihren Heimatländern erworbenen Abschlüsse oder Ausbildungen im Bereich der Musik oder Musikpädagogik, welche in den meisten Fällen nicht deckungsgleich mit deutschen Abschlüssen sind, können bei der EMI durch eine zertifizierte berufliche Spezifikation im Bereich der musikalischen Frühförderung ergänzt werden.

Theoretische und praktische Grundpfeiler sind dabei die aktuellsten Erkenntnisse aus dem Fach der Elementaren Musikpädagogik und der praktische Ansatz von Edwin E. Gordons audiationsbasiertem Musiklernen (Music Learning Theory). Dieser geht in der musikalischen Bildung vom Hören und Erleben eines möglichst variantenreichen Repertoires aus und bietet damit gute Möglichkeiten, unterschiedliche Musikstile und Volksmusiktraditionen in diese Arbeit miteinzubeziehen. Die Qualifikation bei der EMI-Weiterbildung geschieht durch die Arbeit im Tandem mit Kita-Erzieher_innen, die musikalisch weitergebildet werden. Durch die Praxisprojekte im Tandem und den gemeinsamen Besuch von Seminaren lernen so Erzieher_innen und Musiker_innen bzw. Musikpädagog_innen von- und miteinander, um gegenseitig vom jeweiligen Wissen des Partners bzw. der Partnerin zu profitieren. Themen der Seminare sind außerdem Stimmbildung, Musik und Bewegung sowie Frühpädagogik und Grundlagen angewandter Musiktheorie. Die Tandem-Einsätze in den Kitas werden zudem von Supervisor_innen der HfMT vor Ort begleitet, um eine bestmögliche Betreuung der musikpädagogischen Praktika in den Kitas zu gewährleiten.

Reportage über den Projektstart im Herbst 2017:

Modellprojekt „International Music Education“: Geflüchtete bilden sich zu Musikerziehern in Kitas weiter

 

Projektleitung: Dr. Almuth Süberkrüp

Projektkoordination: Alexander Riedmüller

Janina Luckow
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